RTK Vermessung mit dem Smartphone

  • Servus zusammen,

    ich wollte mir nochmals ein Set fürs Smartphone zusammenstellen und mit einer Spurführungsapp über den simulierten Standort laufen lassen.

    Aktuelle Firmware Check, akuelle Config check

    Leider ist im Lefebure Ntrip dann alles soweit klar, nur er geht leider nicht aus dem Status : Waiting for GGA from Receiver

    Ich habe das ganze auch schon mit meinem anderen Handy probiert, das einwandfrei mit meinem älteren Setup als mobiles Grenzsuchgerät agiert:

    - Mein altes Setup (Firmware 1,30) funktioniert super) schließe ich das ganze jetzt an meinen neuen ublox Klon der Generation 9 an, werden "keine Daten" im Ntrip Client geladen.

    Schon alles ausprobiert - anderes Handy, andere Antenne des Geräts das funktioniert, anderes Kabel, etc.

    Wer eine idee?

    Edited once, last by Rais: Update: stimmt, man musste die Baudrate in UART 2 Ändern , jetzt funktioniert alles wie es soll ;) (March 18, 2025 at 5:28 PM).

  • Falls du das in deinem setup verwendete Bluetooth Modul erst kürzlich von ardusimple gekauft hast, könnte es an der baue rate dessen liegen. Glaub bei den in letzter Zeit ausgelieferten ist diese auf 115200 bd voreingestellt.

  • Hallo zusammen,

    falls das dem einen oder anderen helfen könnte: in Baden Württemberg und ich meine auch zumindest in Bayern gibt es in der zwischenzeit kostenlos frei zugängliche WFS-Kartendienste für den Zugriff auf alle Flurstücke und Grenzpunkte im Bundesland, was den großen Vorteil hat, nicht mehr mit Shape-Dateien arbeiten zu müssen. Für andere Bundesländer als BW müsst ihr euch leider die links für die Kartendienste selbst heraussuchen.

    Hier kurz die Info, wie ich das über QGis/Qfield gelöst habe:

    1. WFS-Map in Qfield einbinden: Layer->Layer Hinzufügen->WFS-Layer hinzufügen...

      -> in dem neuen Feld auf "Neu" klicken und einen beliebigen Namen vergeben.

      URL für Baden Württemberg ist die: https://owsproxy.lgl-bw.de/owsproxy/wfs/WFS_LGL-BW_ALKIS'

      Damit das Handy/Tablet das später auch verarbeiten kann: direkt die Maximale Objektanzahl auf 500 setzen.

      Das schöne ist: Damit werden in dem aktuellen Kartenausschnitt immer nur 500 Objekte (Flurstücke/Grenzpunkte) angezeigt. Könnte man theoretisch auch noch weiter herunter setzen, ist aber vom Handy gut verarbeitbar. Verschiebt man den Kartenausschnitt auf dem Handy, werden die angezeigten Objekte mit angepasst.

    2. Dann habe ich aus der WFS-Datengrundlage nur die Flurstücke und die Grenzpunkte als Karten in das aktuelle Projekt geholt. (Per Doppelklick auf die beiden Layer).
    3. Um die Übersicht zu wahren würde ich direkt die Deckkraft der Füllung in dem "Flurstücke"-Layer auf 0% setzen und die Strichstärke auf 0,35mm. In dem Grenzpunkte Layer finde ich die Markierung "dot white" und die größe von 2,0mm als ganz angenehm - ist aber sicher geschmackssache.
    4. Um noch ein aktuelles Luftbild als Hintergrund zu erhalten, was das ganze zur Orientierung auf dem Feld erleichtert habe ich einen weiteren WMS-Layer mit Orthophotos hinzugefügt.

      -> Layer->Layer Hinzufügen->WMS/WMTS Layer hinzufügen...

      Selbes spiel wie oben, URL in BW für die Orthophotos: https://rips-caches.lubw.baden-wuerttemberg.de/arcgis/rest/se…/MapServer/WMTS

      Dann den Layer in das aktuelle Projekt holen und ganz nach unten schieben, sodass die Flurstücksgrenzen und Grenzpunkte nicht von den Orthophotos verdeckt werden

      So sieht bei mir dann das fertige Projekt aus:

    5. Das ganze Projekt speichern, Qfield-App auf dem Handy installieren, die Projektdateien auf das Handy laden, das Projekt in Qfield holen und ihr seid startklar.


    Was mir an der Lösung besonders gefällt:

    - Das Orthophoto und die Grenzen aktualisieren sich immer von selbst. Auch nach einer Flurbereinigung, etc. ist es nicht notwendig neue Karten auf das Handy zu laden.

    - Man hat immer alle Grenzen vom ganzen Bundesland griffbereit und muss keine Shape-Dateien mehr mit seinen eigenen Feldern hin- und her schieben.

    - In Qfield gibt es sogar eine Navigationsfunktion, man kann sich also zu den ausgewählten grenzpunkten navigieren lassen und sieht die Entfernung zum gewählten Grenzpunkt.

    - Ein WFS-Layer ist nicht nur Graphisch, sondern arbeitet mit den Koordinaten. Somit ist die Grenzpunktfindung sehr genau.

  • So hab ich das für Bayern ja auch eingerichtet, zusammen mit der FEKA (Feldstückskarte, also Benutzergrenzen). Allerdings gibt es in Bayern nur eine Parzellarkarte ohne eingezeichnete Grenzsteine kostenlos. Ist zwar besser als nichts, aber wäre natürlich schon schick wenn man auch die Grenzpunkte drin hätte.
    Ich hab dazu die DOP20 Karte (gleiche Karte wie im Agrarantrag über ibalis) sowie google Sattelit mit drin, da kann man mal umschalten falls man es in dem einen oder anderen Luftbild irgendwas besser erkennt.


    wäre vielleicht sogar hilfreich deinen Post als eigenes Thema zu machen, Qgis für Badenwürtenberg oder sowas. Dann würde man es besser finden als hier angehängt an dem Thread für Qgis aufm Smartphone

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    ich hab seitn Sommer einen hier liegen, aber noch keine großen Tests damit gemacht. Der kann glaub das eine oder andere Band mehr bei GPS und Galileo, aber dafür kann er überhaupt kein Glonass. Die höhere Hertzzahl bringt bei der Vermessung eigentlich nichts, da reichen ja auch locker 5-10Hz aus.
    Muss ich mal zusammen mit nem f9p aufs Auto schnallen und paar runden fahren, auch in Wald und schauen welcher stabiler ist. Aber für nen wirklich aussagekräftigen Test müsste man die Daten eigentlich aufzeichnen und dann hinterher genau schauen oder berechnen welcher wie lange in welchem Status war und wie hoch die Abweichung war.
    Ich denke man wird da kaum nen Unterschied merken, vielleicht gibts ja auch schon irgendwo aussagekräftige Tests?

  • Ob es Tests gibt , weiß ich nicht .

    Einzig was ich gelesen habe , das der das L5 Band on Board hat.

    • Sicherheit: Das L5-Band ist Teil des geschützten "Aeronautical Navigation Radio Services" (ANRS)-Bandes, was bedeutet, dass es keine störenden Kommunikationsdienste in diesem Bereich gibt und es für Navigationszwecke reserviert ist.

      Von dem her hab ich mir gedacht , das es im Wald ,bzw Gebäuden besser gehen könnte.

      Bin gerade dabei , mich in das Thema einzuarbeiten...

      Habe auch momentan noch nichts , möchte mir was zusammen stellen , um Grenzverläufe im Wald ( ohne Grenzsteine ) zu finden , und auch Grenzsteine suchen.

      Frage mich , was ist besser ein Android Tablet , oder eins mit Windows ?

    • Grüße Aus Landshut
  • Locus GIS auf Android find ich sehr gut. Zum Aufzeichnen sollte das langen. Anschließend kann man ja in QGIS weitermachen. QGIS direkt auf Windows wäre sonst auch noch was, allerdings erscheint mir dessen UI vordergründig für Maus + Tastatur gemacht, Touch stell ich mir da schwierig / mühselig vor. Wenn's draußen unterwegs aber primär nur um's Aufzeichnen geht, kriegt man das mit Touch wohl auch noch hin. Anschließend dann halt Maus + Tastatur ran für den vollen Bedienkomfort.